Als "Mitläufer" entnazifiziert - Die Memoiren meines Vaters

 
 
 
Wie konnte es dazu kommen, daß ein junger Mann von gutbürgerlicher Herkunft und christlich-humanistischer Bildung sich entschied, Nationalsozialist zu werden und beruflich für die Partei zu arbeiten? Wer waren die Männer, die als kleine und mittlere Funktionäre den Parteiapparat in Gang hielten? Hugo-Ernst Issmer aus Schlesien zählte als Kreisamtsleiter der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV) in Glatz zu ihnen. Später in den 50er Jahren, jetzt als Heimatvertriebener mit seiner Familie in einem Dorf (Kloster Oesede) in Niedersachsen lebend, hat er in mehreren chronologisch angeordneten Schriften versucht, sich und seinen Kindern gegenüber Rechenschaft zu geben: Über sein bisheriges Leben, vor allem aber über seine Verstrickung in das NS-Regime und seinen damaligen unbedingten "Glauben an den Führer".

Herausgegeben wurden die Schriften von seinem jüngsten Sohn, der auch die Einleitung ("Mein Vater") und das Nachwort ("Frühe Erinnerungen") verfaßt hat. Volker Issmer, geboren 1943, ist durch Forschungen über Zwangsarbeit in der Region Osnabrück und dabei vor allem über das Gestapo-"Arbeitserziehungslager" Ohrbeck bekannt geworden.

Das Buch ist im LIT-Verlag, Münster erschienen und über den Buchahndel erhältlich.
 
Vergriffen